|
Leopold Dorer ist Kletterer, drahtig und zäh. Männer wie er werden immer besser, je schwieriger die Aufgabe ist, vor der sie stehen. Dorers Team ist handverlesen. Seine Mannschaft hat in Sibirien Industriehallen verkleidet und in Irland großflächige Dächer gedeckt. Erste Wahl sind die Dölsacher immer dann, wenn's steil wird. Etwa auf dem Stephansdom und anderen Kirchen der Diözese Wien, die zu den Stammkunden des Unternehmens zählt. Wie in so vielen Gewerken sind auch in der Dachdeckerei die Grenzen des Handwerks fließend, verändern sich mit den Anforderungen der jeweiligen Zeit. Der 20-Mitarbeiter-Betrieb Dorers deckt ein breites Spektrum ab, in dem immer häufiger die gesamte Hülle des Hauses zum Thema wird. Ein solches Objekt ist der jüngste Zubau des Hightech-Betriebes Durst im Lienzer Gewerbegebiet, ein an den Kanten gerundeter Metallkubus, der die Trennung zwischen Dach und Fassade auch architektonisch aufhebt. Schwierig zu verblechen und deshalb ein Vorzeigeprojekt für Dorer. Viel handwerkliches Können und technisches Know-how sind nötig, um solche Formen zu realisieren.
|